be vegan – Was hat sich verändert ?

Ich habe es geschafft! Ich habe mich von 01. bis 29. Februar komplett vegan ernährt. Naja, bis auf ein Stück Kuchen das ich am Geburtstag meines Schwiegervaters gegessen habe. Immer wieder haben mich die Menschen, in meiner Umgebung, gefragt warum ich es mache? Also, der eigentliche Grund (und um ehrlich zu sein, wahrscheinlich auch der einzige) warum ich es gemacht habe ist, ich war verzweifelt! Ich habe, aus Gründen die ich nicht verstanden habe, zugenommen, meine Haut wurde immer schlechter und meine Panikattacken immer mehr. Ich fühlte mich hilflos. Nach vielen Stunden im Internet bin ich aufs vegan sein gekommen. Auf Berichte von glücklich wirkenden Menschen die von ihrem Leben erzählt haben. Irgendwie hatte ich das Gefühl, dass jeder von ihnen strahlt und zwar von innen heraus. Ich finde, man sieht es einem Menschen an, ob er wirklich glücklich ist oder nur so tut. Auf jeden Fall wollte ich auch so sein! Ein Problem das ich, eigentlich, schon immer habe. Anstatt mit mir selbst zufrieden zu sein, versuche ich, zu werden wie jemand anders.
Nach etwa zwei Wochen als Veganer wurde ich leider krank, die Grippe hat mich besucht. Es hat mich genervt, nicht nur weil ich die halbe Woche arbeiten hätte sollen. Eher weil ich einfach das Gefühl hatte keine Zeit und vor allem keine Nerven zum krank sein hatte. Alleine der Gedanke – ich habe keine Zeit um krank zu sein. Naja, Gott sei Dank holt sich der Körper was er braucht. Die ersten beiden Tage habe ich flach liegend auf meiner Couch verbracht. An Tag drei, als es mir etwas besser ging, habe ich wieder begonnen zu planen. Ich bin eigentlich ein ziemlich spontaner Mensch besonders, wenn es ums Reisen oder Tagespläne geht. Denke ich aber an meinen Körper, meine Pläne und Ziele habe ich, mit Sicherheit, ein klitzekleines Zwangs Problemchen.
Ich habe mir also, wiedermal, ein neues Vorbild gesucht, bin aber nach längerem Suchen auf eine Frau gestoßen, die mich irgendwie getroffen hat. In ihren Videos spricht sie über den Weg zu sich selbst. Aber dazu gleich mehr. Erst möchte ich euch erzählen wie es mir während des veganen Monats ergangen ist.
Ich habe mich hauptsächlich von Brot, Krackern und Hummus ernährt, sehr ausgewogen eben! Wenn gerade kein Hummus Zuhause war, habe ich echt leckere Dinge gekocht. Und wer hätte es gedacht, ich habe eine neue Sucht, getrocknete Tomaten! Mein absolutes Lieblingsgericht aus der veganen Zeit ist Kräuterpolenta mit Ofentomaten, sooo lecker! Warum mir das Ganze so leicht gefallen ist, hängt sicher damit zusammen, dass ich bereits vor diesem Monat kaum tierische Produkte gegessen habe. Bis auf den Schluck Milch im Kaffee (auf den ich mich am meisten freue) und ab und zu einem Stück Fleisch, habe ich kaum tierische Produkte verwendet. Deshalb hatte ich, während des letzten Monats, auch nie das Gefühl auf etwas verzichten zu müssen. Mittlerweile gibt es beinahe alles auch in veganer Form. Käse, Leberkäse, Schnitzel, Butter, Milch, Joghurt, Chips, Gummibärchen und noch viel mehr. Natürlich, schmeckt man einen Unterschied, aber es gibt diese Sachen zumindest. Und genau hier, habe ich mir immer wieder die Frage gestellt, ob es wirklich gesünder ist künstlichen Käse zu essen? Oder sich mit Sojajoghurt vollzustopfen? Also ich weiß auch nicht, selbst nach langem Brainstorming habe ich nichts gefunden, das schlecht an einem Naturjoghurt oder einem Stück Käse sein soll. Leider, oder doch zum Glück?
Die ersten beiden Wochen habe ich mich wirklich gut gefühlt, ich hatte auch endlich wieder Hunger. Seit langem war ich wieder im Fitnessstudio und die Freude am Kochen ist auch zurück.

Die beste Veränderung im letzten Monat ist, dass sich, aus irgendeinem Grund, meine innere Uhr neu gestellt hat? Ich bin Abends müde und Morgens wach. Meine Haut hat sich die ersten beiden Wochen (zumindest) nicht verändert. Sie wurde also weder schlechter noch besser. Damit kann ich leben.
Jetzt zu meiner Erkenntnis in Woche zwei – wenn ich unzufrieden mit mir selber bin, wird es nie besser werden. Seit diesem Tag hat sich etwas verändert! Momentan bin ich glücklich, ich schreibe bewusst momentan, weil ich weiß wie schnell sich dieser Zustand verändern kann. Und sowohl meine Haut als auch mein Körper machen mit. Natürlich, bin ich immer noch nicht völlig zufrieden mit mir, aber wer ist das schon?!
Deshalb ist mein Plan für März – bleib glücklich und hör besser auf deinen Körper.

Ich würde mich so sehr darüber freuen mehr von euch zu lesen, hinterlasst mir also gerne ein Kommentar. Vielleicht hat der ein oder andere ähnliche Gedanken und möchte sich meinem Vorhaben anschließen?

Vegan für einen Tag Tomate Toskana
Vegan für einen Tag Pancakes

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